Die Gestaltung des Schienengipfel 2022
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Bundesminister Dr. Volker Wissing: „Für mich steht fest: Der Deutschland-takt ist das mit der gesamten Branche erarbeite Ziel für die Schiene. Daran halten wir fest, da müssen wir gemeinsam hin: pünktlich, zuverlässig, um-weltfreundlich, qualitativ hochwertig und attraktiv für Reisende und Wirt-schaft. Dafür müssen Digitalisierung, Elektrifizierung, Sanierung, Aus- und Neubau endlich zusammengedacht werden. Ich werde die losen Fäden mit Blick auf das Gesamtziel zusammenführen. Aber Eines muss ich dazu deut-lich sagen: mit dem jetzigen Zustand des Bestandsnetzes werden wir unsere Ziele nicht erreichen. Auch ein digitalisiertes marodes Netz bleibt im Endef-fekt ein marodes Netz. Ich habe darum Ende Juni erste Eckpunkte vorgestellt, wie uns die Synchronisierung all dieser notwendigen Maßnahmen gelingen kann, und freue mich, dass die DB diesen Arbeitsauftrag angenommen und einen Vorschlag gemacht hat, der nun in enger Abstimmung mit der gesam-ten Branche finalisiert werden kann.“

Im Rahmen von Podiumsdiskussionen wurden die folgenden Themen auf dem Gipfel thematisiert:

__Digitalisierung:__
An der Digitalisierung der Leit- und Sicherungstechnik, also der Einführung von ETCS und DSTW, führt kein Weg vorbei. Konkret stellt der Bund zur Einführung von ETCS, u.a. über das Programm Digitale Schiene Deutsch-land, Mittel in Höhe von ca. 7 Mrd. Euro bereit. Das langfristige Ziel ist, ETCS bis spätestens 2040 bundesweit einzuführen. Durch die hohe Deckung der Hochleistungskorridore insbesondere mit den transeuropäischen Korrido-ren, die bis 2030 mit ETCS ausgerüstet werden sollen, ergibt sich ein großes Synchronisierungspotenzial, dass es unbedingt zu nutzen gilt.

Infrastruktur: 

Der Deutschlandtakt ist der zentrale Kompass für die infrastrukturelle Wei-terentwicklung des deutschen Bahnnetzes. Um möglichst schnell spürbare Verbesserungen auf die Schiene zu bringen, wird der Deutschlandtakt schrittweise in Etappen umgesetzt. Das Potentialkonzept für die zweite Etappe, das heute vorgestellt wurde und die Fahrplanjahre 2026-2030 be-trifft, steckt das Zwischenziel ab: einen Halbstundentakt zwischen den Met-ropolen für den Fernverkehr, belastbare Systemtrassen für den Schienengü-terverkehr und gut ausgebaute Knoten von denen aus der Deutschlandtakt in die Fläche wächst und attraktiven ÖPNV ermöglicht. Klar ist aber: der ak-tuelle Zustand des Schienennetzes wird den Anforderungen des Deutsch-landtakts noch nicht gerecht. Denn Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind Grundvoraussetzungen, damit Anschlüsse funktionieren und der Waren-transport läuft. 

Die Generalsanierung in den Hochleistungskorridoren, die Digitale Schiene, die Elektrifizierung, die Instandhaltung und Wartung und der Aus- und Neu-bau nach dem Bedarfsplan müssen ineinandergreifen und aufeinander ab-gestimmt sein. Kapazitätssteigerungen von bis zu 30 Prozent durch Digitali-sierung werden sich auf hochbelasteten Strecken alleine durch ein „Soft-wareupdate“ kaum ergeben. Für so hohe Kapazitätssteigerungen sind flan-kierende Baumaßnahmen notwendig. Und bevor es losgeht, braucht es aus-reichend ertüchtigte Umleitungsstrecken für den betroffenen Korridor. Ein Totalausfall oder ein Komplettstillstand sind nicht akzeptabel. 

Die DB-Netz hat heute erste Details zur Korridorsanierung vorgestellt. Im Detail sind diese hier zu finden: https://deutschebahn.com/de/presse/pres-sestart_zentrales_uebersicht/Rekordtempo-fuer-Hochleistungsnetz-DB-wird-Strecke-Frankfurt-Main-Mannheim-in-nur-fuenf-Monaten-general-sanieren-8822962 

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