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Der Norden Bayerns und die angrenzenden Regionen werden mobiler. Mit dem Planungsbeginn des Abschnitts zwischen Burgsinn und Nürnberg sollen die heute noch bestehenden Engpässe im Personenfernverkehr und im Schienengüterverkehr der Vergangenheit angehören. Die geplanten Maßnahmen sollen den fränkischen Bahnverkehr sowie die damit verbundenen Schienenachsen künftig noch leistungsfähiger machen.

Der Korridor Frankfurt (Main) / Fulda – Gemünden – Würzburg - Nürnberg stellt eine wichtige Achse des Schienenpersonenfernverkehrs und -güterverkehrs dar. Vor allem zwischen Burgsinn und Nürnberg kommt es dabei immer wieder zu Engpässen. Diese sollen mit den Arbeiten rund um das Projekt Ausbaustrecke (ABS) Burgsinn – Gemünden – Würzburg - Nürnberg aufgelöst werden. Von der damit verbundenen höheren Taktfrequenz und gesteigerten Flexibilität profitiert zudem der Schienenpersonennahverkehr.

Auf einem Abschnitt von knapp 130 Kilometern soll die Strecke zwischen Burgsinn, Gemünden, Würzburg und Nürnberg entsprechend ausgebaut werden. Auch die Planungen zum Zielfahrplan des Deutschlandtakts haben gezeigt, dass die ABS eine wichtige Voraussetzung zur Umsetzung der Verkehrsziele darstellt. Aufgrund des Aufstiegs des Planfalls Deutschlandtakt vom Potenziellen in den Vordringlichen Bedarf des Bedarfsplans, also praktisch eine Hochstufung der Priorisierung, für die Bundesschienenwege können die Planungen für die bereits im Vordringlichen Bedarf des Bedarfsplans enthaltene Ausbaustrecke beginnen.

Was entsteht zwischen Burgsinn und Nürnberg? 

Im Rahmen des Ausbaus der Bestandsstrecke ist eine Blockverdichtung auf dem Abschnitt Burgsinn – Gemünden – Würzburg - Siegelsdorf geplant. Damit ist eine Erhöhung der Anzahl von Gleisabschnitten auf einer bestimmten Strecke gemeint, Dadurch erhöht sich die Zugfolge, sodass mehr Züge die Strecke benutzen können. Hinzu kommt der Bau eines dritten Gleises zwischen Fürth und Siegelsdorf. 

Welche Verbesserung bringt das Projekt … 

für Reisende im Nah- und Fernverkehr? 

Die Beseitigung bestehender Engpässe ermöglicht eine höhere Betriebsqualität der Strecke. Das bedeutet erheblich mehr Flexibilität und Pünktlichkeit im Personennahverkehr, im Regionalverkehr und im Fernverkehr. Insgesamt wird das Angebot für klimafreundliche Reisen attraktiver.  

… für den Schienengüterverkehr? 

Auf dem betreffenden Abschnitt kommen Linien aus allen Richtungen zusammen. Insbesondere zwischen Würzburg und Nürnberg überlagern sich die Güterverkehre der Nord-Süd-Relationen, zum Beispiel aus Hamburg und Bremerhaven, mit den West-Ost-Verbindungen aus dem Rheingebiet Richtung Österreich und Osteuropa. Mit dem prognostizierten Anstieg des Güterverkehrs und der zusätzlichen Nutzung des Personenverkehrs ist die Strecke überlastet. Die geplanten Arbeiten sorgen daher zukünftig für zusätzliche Kapazitäten, einen stabileren Betriebsablauf – ohne hohe Wartezeit. Damit entfallen die Suche und die Nutzung alternativer und gegebenenfalls längerer Routen. 

Was kosten die Maßnahmen? 

Die bewertungsrelevanten Kosten für den Aus- und Neubau werden auf rund 165 Millionen Euro geschätzt. 

Aktuelle Meldungen zu den kommenden Planungsschritten und weiteren Maßnahmen.

Wie geht es weiter?

Die Planungsarbeiten für die Ausbaustrecke können nun voranschreiten. Im Rahmen des Deutschlandtakts sind zudem für die Relation Würzburg - Nürnberg zusätzlich Neubaustreckenanteile mit einem Tunnel zum Hauptbahnhof Nürnberg vorgesehen. Die Planung dieser Neubaumaßnahmen wird vorbereitet. 

Im Zielfahrplan des Deutschlandtakts ist vorgesehen, mithilfe der beschleunigten Verbindung zwischen Würzburg und Nürnberg die Taktknoten Nürnberg und Würzburg zu optimieren und zu stärken. Damit können bessere Anschlussverbindungen sowie kürzere Reisezeiten ermöglicht werden. Im Deutschlandtakt verkürzt sich die Fahrzeit zwischen beiden Großstädten von derzeit 53 auf perspektivisch 29 Minuten. 

Künftig entsteht damit in Nürnberg ein 00/30-Knoten. Das bedeutet, Linien des Personennah- und -fernverkehrs werden optimal zu den Minuten 00 beziehungsweise 30 in den Knoten eingebunden. Gleiches gilt für den 00/30-Knoten in Würzburg. So wird ein idealer Anschluss für regional und überregional Reisende ermöglicht. 

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